GdB-Rechner: Gesamt-GdB schätzen

Mehrere Beeinträchtigungen, ein Gesamtwert: Dieser Rechner schätzt Ihren voraussichtlichen Gesamt-GdB nach der amtlichen Logik. Er addiert nicht, er gewichtet. Alle Angaben bleiben auf Ihrem Gerät.

So funktioniert die Schätzung

Tragen Sie unten Ihre Beeinträchtigungen ein: den Lebensbereich und den Einzel-GdB, den Sie anhand unserer GdB-Tabelle schätzen. Der Rechner bildet daraus eine Spanne für den Gesamt-GdB, und zwar nach der Logik, mit der auch die Versorgungsämter arbeiten: Ausgangspunkt ist der höchste Einzelwert, weitere Beeinträchtigungen erhöhen nur, wenn sie das Gesamtbild verschlechtern. Addiert wird nicht. Warum das so ist, steht ausführlich auf der Seite zum Gesamt-GdB.

Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser. Ihre Angaben werden weder übertragen noch gespeichert, es gibt keinen Server, der mitliest. Sie können die Seite nach der Berechnung einfach schließen.

Ihre Beeinträchtigungen

Einzelwerte schätzen Sie am besten mit der GdB-Tabelle. Im Zweifel wählen Sie den niedrigeren Wert, das hält die Schätzung ehrlich.

Voraussichtlicher Gesamt-GdB:

    Was der Rechner kann und was nicht

    Der Rechner ersetzt keine Entscheidung des Versorgungsamts und will das auch nicht. Er kann Ihnen aber zwei Fragen beantworten, für die sonst viel gegoogelt wird: Liegt meine Konstellation überhaupt in der Nähe der 50, und lohnt sich damit ein Antrag oder ein Widerspruch? Und: Wie stark wirkt sich eine zusätzliche Erkrankung realistisch aus?

    Die Spanne fällt bewusst vorsichtig aus. Das Amt bewertet anhand der konkreten Befunde, und dieselbe Kombination von Einzelwerten kann je nach Wechselwirkung unterschiedlich ausgehen. Beeinträchtigungen aus demselben Lebensbereich gewichtet der Rechner schwächer, weil sich ihre Auswirkungen typischerweise überschneiden, genau wie es die Versorgungsmedizinischen Grundsätze vorsehen. Einzelwerte von 10 lässt er für den Gesamtwert außen vor, Werte von 20 zählen nur gedämpft.

    Wie Sie die Einzelwerte realistisch schätzen

    Die Qualität der Schätzung steht und fällt mit den Einzelwerten, die Sie eintragen. Drei Regeln helfen dabei. Erstens: Schlagen Sie jede Erkrankung in der GdB-Tabelle nach und nehmen Sie die Spanne, nicht den Wunschwert. Zweitens: Ordnen Sie sich innerhalb der Spanne dort ein, wo Ihre Befunde tatsächlich stehen. Wer arbeitet, den Haushalt führt und soziale Kontakte pflegt, liegt selten am oberen Rand, auch wenn sich der Alltag anstrengend anfühlt. Drittens: Nehmen Sie im Zweifel den niedrigeren Wert. Eine Schätzung, die zu hoch ausfällt, führt nur zu einer Enttäuschung mehr.

    Beeinträchtigungen, die noch nicht ärztlich dokumentiert sind, sollten Sie gar nicht erst eintragen. Das Versorgungsamt bewertet ausschließlich, was in den Befunden steht. Wer eine Erkrankung im Rechner berücksichtigt, für die es keinen Arztbericht gibt, rechnet sich ein Ergebnis schön, das im Verfahren nicht eintreten wird.

    Typische Konstellationen und was sie ergeben

    Zur Einordnung ein paar Beispiele, die im Rechner nachvollziehbar sind. Ein Rückenleiden mit 30 und ein Kniegelenksschaden mit 20 betreffen denselben Funktionsbereich, die Auswirkungen überschneiden sich, das Ergebnis liegt typischerweise bei 30 bis 40. Dasselbe Rückenleiden mit 30 zusammen mit einer behandelten Depression mit 30 betrifft zwei verschiedene Lebensbereiche, hier sind 40 bis 50 realistisch. Ein Diabetes mit 50 plus Bluthochdruck mit 10 plus Migräne mit 20 bleibt dagegen meist bei 50, weil der Zehner nie und der Zwanziger nur bei ungünstiger Wechselwirkung zählt.

    An diesen Beispielen sieht man, worauf es ankommt: Nicht die Zahl der Diagnosen entscheidet, sondern die Frage, ob sie verschiedene Bereiche des Lebens treffen. Genau das bildet der Rechner ab, indem er nach dem Lebensbereich fragt.

    Nach der Schätzung: die nächsten Schritte

    Landet Ihre Spanne bei 50 oder darüber, lohnt sich der Feststellungsantrag praktisch immer, denn an der Schwerbehinderteneigenschaft hängen die großen Nachteilsausgleiche von Zusatzurlaub bis Rente. Landet sie bei 30 oder 40, prüfen Sie die Gleichstellung und nehmen den Steuerpauschbetrag mit. Und wenn Sie bereits einen Bescheid haben, der deutlich unter der Schätzung liegt, schauen Sie in den Ratgeber zu Widerspruch und Klage, dort steht, wie Sie die Bewertung überprüfen lassen.

    Der Rechner arbeitet online, aber ohne Server im Hintergrund. Sie können ihn deshalb so oft durchspielen, wie Sie wollen, ohne dass irgendwo etwas darüber gespeichert wird.

    Kurz beantwortet

    Häufige Fragen

    Warum bekomme ich eine Spanne und keinen genauen Wert?

    Weil ein genauer Wert unseriös wäre. Das Versorgungsamt bewertet anhand konkreter Befunde, und dieselbe Kombination von Einzelwerten kann je nach Wechselwirkung unterschiedlich ausgehen. Eine ehrliche Schätzung kann deshalb nur einen Korridor angeben.

    Werden meine Eingaben gespeichert?

    Nein. Der Rechner ist ein Skript, das ausschließlich in Ihrem Browser läuft. Es gibt keine Übertragung an einen Server, keine Speicherung und keine Auswertung. Nach dem Schließen der Seite sind die Eingaben weg.

    Mein Bescheid weicht stark von der Schätzung ab. Was nun?

    Zuerst prüfen, woran es liegt: Oft bewertet das Amt Einzelwerte niedriger, weil aktuelle Befunde fehlten. Liegt der Bescheid deutlich unter einer realistisch geschätzten Spanne, lesen Sie den Ratgeber zu Widerspruch und Klage. Die Frist beträgt einen Monat ab Zugang des Bescheids.

    Hinweis: Die Inhalte auf GdBL dienen der allgemeinen Information. Sie stellen weder eine Rechtsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes noch eine medizinische Beratung dar. Über den Grad der Behinderung entscheidet ausschließlich das zuständige Versorgungsamt auf Grundlage der ärztlichen Befunde im Einzelfall.